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Flugbegleiter Ausbildung: Wie werde ich Flugbegleiter:in?

  • Autorenbild: Flying Katrin
    Flying Katrin
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Der Traum, Flugbegleiter:in zu werden, steckt bei vielen schon lange irgendwo im Hinterkopf. Und irgendwann kommt der Moment, wo man anfängt, sich ernsthaft mit dem Thema zu befassen: Wie werde ich eigentlich Flugbegleiter:in? Verdiene ich überhaupt Geld während der Flugbegleiter Ausbildung? Und bin ich überhaupt geeignet für den Traumjob über den Wolken?


Ich kenne diese Fragen, weil ich mich das gleiche gefragt habe. Deshalb teile ich hier, was mir damals niemand so klar erklärt hat und wie die Flugbegleiter:innen-Ausbildung wirklich abläuft. Ich erzähl dir, was sie kostet (neben Geld auch an Zeit und Nerven) und worauf du dich einstellen musst.


Außerdem erfährst du wie lange die Flugbegleiter Ausbildung dauert, was du in dieser Zeit lernst bzw. lernen musst und wie anspruchsvoll das Ganze wirklich ist.


Flugbegleiterin in Ausbildung Flying Katrin

Das wichtigste, was du wissen musst über die Flugbegleiter-Ausbildung:


Was viele überrascht: Die Flugbegleiter-Ausbildung ist kein allgemein anerkannter Ausbildungsberuf. Sondern: Du bewirbst dich direkt bei einer Airline, wirst dort ausgebildet und bekommst anschließend deinen Arbeitsvertrag. Die Ausbildung ist eher ein Training und gehört quasi mit dem Job zusammen. Du kommst also nicht mit einem Zertifikat unterm Arm und suchst dir dann einen Arbeitgeber, wie das in den meisten Branchen der Fall der ist.


Was das auch bedeutet: Wenn du irgendwann die Airline wechseln solltest, fängst du bei der neuen Fluggesellschaft mit der Ausbildung von vorne an. Denn jede Airline hat eigene Flugzeugtypen, eigene Sicherheitsverfahren und eigene Abläufe.


Diese Voraussetzungen musst du für die Ausbildung als Flugbegleiter:in mitbringen


Die Grundvoraussetzungen sind bei den meisten Airlines ähnlich:


  • ein gültiger, uneingeschränkter Reisepass

  • fließendes Deutsch und Englisch (bei deutschen Airlines)

  • eine gewisse Mindestgröße

  • Mindestalter von 18 Jahren

  • meist mittlere Reife in Kombination mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder Abitur (variiert nach Airline)

  • sicheres Schwimmen

Außerdem solltest du bestimmte Softskills, wie z.B. Teamfähigkeit, Kontaktfreudigkeit, Freundlichkeit, etc. mitbringen.


Was viele überrascht: Ein perfekter Lebenslauf ist gar nicht nötig. Dazu habe ich übrigens schon einen eigenen Artikel geschrieben: Flugbegleiter Bewerbung: Ist mein Lebenslauf gut genug? Welche Airline überhaupt zu dir passt, ist eine andere wichtige Frage – da lohnt sich ein Blick in diesen Post: Welche Airline passt am besten zu dir?


Wie lange dauert die Flugbegleiter:innen-Ausbildung – und was erwartet dich?


Die Flugbegleiter Ausbildung dauert in der Regel 6 bis 8 Wochen, bei manchen Airlines auch bis zu 3 Monate. Das Tempo ist hoch, denn in kurzer Zeit wird sehr viel Stoff durchgenommen, und es gibt regelmäßige Prüfungen, schriftlich wie praktisch.


Du lernst z.B.:

  • Notfallverfahren und Evakuierung

  • Erste Hilfe (von Kreislaufproblemen bis zum Herzstillstand)

  • Gefahrgutvorschriften

  • Flugzeugtypen und Sicherheitsbestimmungen

  • Service und Gästebetreuung

  • Umgang mit besonderen Situationen und verschiedenen Kulturen

  • Crew Resource Management, d.h. wie eine Crew unter Druck gut zusammenarbeitet


Besonderen Wert wird auf die praktischen Übungen in der Flugzeug-Attrappe gelegt: Evakuierungen unter Zeitdruck, Feuer löschen, Wasserübungen, usw.. Dieser Teil der Ausbildung ist sehr anspruchsvoll.


Die Ausbildung findet teils in Präsenz vor Ort bei der Airline statt und teils online im Selbststudium. Die meisten Onlineinhalte kannst du von Zuhause aus absolvieren, was eine große Erleichterung für Shuttler ist. Ob sich Shuttlen und Pendeln als Flugbegleiter:in lohnt, erfährst du in diesem Blogbeitrag.


Schon vor der Ausbildung warten übrigens erste Tests auf dich – unter anderem ein Englischtest, der viele unterschätzen. Was dich da erwartet, habe ich hier zusammengefasst: Englisch-Test für Flugbegleiter:innen: Darauf musst du dich vorbereiten.


Wie anspruchsvoll ist die Ausbildung zur Flugbegleiter:in? Das unterschätzen viele!


Ich bin ehrlich: Ja, die Ausbildung zur/zum Flugbegleiter:in ist anspruchsvoll. Nicht wegen der Inhalte an sich, sondern wegen des Tempos und der Konsequenz, die sie von dir verlangt. Dennoch ist sie absolut machbar, wenn du mit der richtigen Einstellung und einer realistischen Erwartungshaltung ran gehst. Wertvolle Tipps, wie du die Flugbegleiter Ausbildung erfolgreich meisterst, hab ich weiter unten im Artikel für dich.


Tägliche Tests und Prüfungen

Womit viele nicht rechnen: Es finden einige Prüfungen statt. In gewissen Blöcken sogar täglich in Form von regelmäßigen Abfragen des gelernten Stoffs, kombiniert mit praktischen Prüfungen. Du musst einfach zeigen, dass du das Gelernte auch wirklich anwenden kannst, denn im Notfall müssen wir Flugbegleiter:innen an Bord Leben retten. Eine Evakuierung korrekt durchführen, Erste Hilfe richtig anwenden, Notfallausrüstung sicher bedienen, etc. All das wird nicht nur theoretisch abgefragt, sondern live beobachtet und bewertet. Auch wenn sich der Mythos "Kellner der Lüfte" hartnäckig hält ist er schlichtweg falsch, denn wir sind hauptsächlich für die Sicherheit an Bord da.


Warum scheitern einige?

Ich höre immer wieder von meinen Onlinekursteilnehmer:innen und habe es auch selbst in meiner Flugbegleiter Ausbildung erlebt, dass Leute rausfliegen oder Tests nicht bestehen. In den allermeisten Fällen liegt das nicht an mangelnder Intelligenz, sondern weil sie es nicht ernst genommen haben. Deshalb kommen hier meine Tipps, wie du die Flugbegleiter Ausbildung erfolgreich meisterst:

  • Nimm die Ausbildung ernst, vom ersten Tag an

  • Lerne kontinuierlich, nicht auf den letzten Drücker

  • Bilde Lerngruppen mit Kurskolleg:innen

  • Versuche die Abläufe zu verstehen und lerne nicht nur auswendig

  • Übe die Ansagen laut

  • 100% Fokus: Schraube dein Privatleben für die Zeit der Ausbildung weitestgehend zurück

  • Ausreichend Schlaf und Energie sind essenziell



Wenn du jeden Abend den Stoff wiederholst und die Prüfungen ernst nimmt, hast du sehr gute Chancen, die Flugbegleiter Ausbildung erfolgreich zu bestehen. Also keine Sorge: die Ausbildung ist auf jeden Fall machbar!


Flugbegleiter Ausbildung Flying Katrin

Was verdient man als Flugbegleiter:in in Ausbildung?


Während der Flugbegleiter Ausbildung gibt es kein klassisches Gehalt, sondern eine Aufwandsentschädigung. Sie liegt, je nach Airline, zwischen 400 und 600 Euro brutto im Monat. In Österreich und der Schweiz bewegt sich das in einem ähnlichen Rahmen, teilweise sogar etwas höher.

Du bist über die Airline sozialversichert, und ein paar Fluggesellschaften (nicht alle!) stellen die Unterkunft während der Schulungszeit für Shuttler und Pendler, was eine große finanzielle Erleichterung ist. Da die Flugbegleiter Ausbildung ohnehin nur wenige Wochen dauert, ist der finanzielle Engpass somit überschaubar. Mit welchen Kosten du konkret rechnen musst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.


Ready for Take Off?


Jetzt weißt du, wie die Flugbegleiter Ausbildung im Detail abläuft. Wenn auch du schon bald über den Wolken arbeiten möchtest, dann finde im nächsten Schritt heraus, ob der Flugbegleiterjob wirklich zu dir passt und hol dir jetzt meine 0€ Flugbegleiter Checkliste.


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