Flugbegleiter:in werden: Diese Kosten erwarten dich zum Jobstart
- Flying Katrin

- 24. März
- 4 Min. Lesezeit
"Muss ich für die Ausbildung als Flugbegleiter:in bezahlen?" "Wie viel Geld brauche ich am Anfang im Job?" "Auf welche versteckten Kosten muss ich achten?" Bevor du deine Bewerbung als Flugbegleiter:in abschickst, willst du natürlich wissen, welche Kosten finanziell auf dich zukommen. Lass mich dir einen schnellen Überblick geben!

Die gute Nachricht zuerst: Die Ausbildung kostet dich (meistens) nichts
Bei den meisten Airlines zahlst du nichts für die Flugbegleiter-Ausbildung. Während des Grundkurses bekommst du eine Vergütung - nicht sehr hoch, aber immerhin. Bei mir waren es damals um die 500 Euro monatlich. Je nach Airline kann das variieren - manche zahlen mehr, manche weniger.
Aber: Für die Zeit der Ausbildung musst du eventuell umziehen
Hier kommt der Punkt, den viele unterschätzen: Der Grundkurs dauert mehrere Wochen (meist 6-8 Wochen) und findet zum Großteil am Standort der Airline statt. München, Frankfurt, Wien, Zürich – je nachdem, bei welcher Airline du anfängst.
Das bedeutet: Wenn du nicht in der Nähe wohnst, brauchst du für diese Zeit eine Unterkunft. Pendeln ist während des Grundkurses nicht möglich. Denn auch wenn viele Kursinhalte mittlerweile online statt finden, gibt es einige Präsenzblöcke, die einem täglichen 9-5 Job gleichzusetzen sind.
Flugbegleiter:in werden: Diese Kosten kommen auf dich zu
1. Unterkunft während des Grundkurses
Das sind die größten Ausgaben am Anfang, denn bei den allermeisten Airlines musst du diese Kosten selbst tragen. Du hast mehrere Optionen:
WG-Zimmer: Das wäre die günstigste Variante. Je nach Stadt und ob du ein Auto hast oder eine gute Anbindung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln brauchst: 400-700 Euro im Monat. WG-Zimmer findest du z.B. auf www.wg-gesucht.de oder www.kleinanzeigen.de.
Hotel/Pension: Flexibler, aber teurer. Zwischen 30-80 Euro pro Nacht – je nach Standort und Nähe zum Flughafen. Das summiert sich schnell. Auf www.booking.com bekommst du einen guten Überblick.
Airbnb: Das ist oft eine gute Zwischenlösung, denn der Vorteil an AirBnB gegenüber WG-Portalen ist, dass du dich an die Plattform wenden kannst, sollte etwas nicht der Annonce entsprechen oder du Mängel an Ausstattung, etc. vorfinden. Dennoch sind monatliche Unterkünfte über AirBnB günstiger als Hotels. Rechne mit 600-1.200 Euro/Monat, je nach Stadt, Lage und Größe.
👉 Mein Tipp: Sobald du die Zusage hast, such dir frühzeitig eine Unterkunft. Auf meiner virtuellen Crewbank, zu der du als Onlinekursteilnehmer:in des Tickets zum Traumjob Zugang hast, tun sich Flugbegleiter-Neulinge zusammen, um gemeinsam eine Unterkunft zu finden.
2. Lebenshaltungskosten
Während des Grundkurses musst du dich in der Regel selbst verpflegen. Das bedeutet: Essen, Getränke sowie Aktivitäten neben der Ausbildung. Rechne mit etwa 300-500 Euro pro Monat, je nachdem wie sparsam du lebst. Meiner Meinung nach, muss man diese Ausgaben allerdings einklammern, denn die hättest du ja sowieso, mit und ohne Flugbegleiterjob.
3. Umzug (wenn du dir den Traumjob ergatterst)
Nach dem Grundkurs beginnt deine richtige Arbeit als Flugbegleiter:in – dann heißt es: Willkommen im neuen Lebensabschnitt! Jetzt musst du entscheiden, wie du deine Wohnsituation langfristig gestaltest.
Ziehst du dauerhaft um, in die Nähe deiner neuen Base? Oder shuttlest bzw pendelst du?
In der Fliegerei ist es ganz normal zu shuttlen oder pendeln und super viele Kollegen machen das. Aber für den Anfang empfehle ich dir, erstmal in der Nähe des Flughafens zu wohnen, um dich einzugewöhnen. Wenn du mehr über das komplexe Thema Shutteln & Pendeln erfahren möchtest, dann schau gern mal in diesen Blogpost.
Realistische Kosten: Je nach Stadt, Lage der Wohnung und Größe bzw. ob Zimmer oder Wohnung variieren die Mietausgaben enorm. Du kannst mit einer Spanne von 500 bis 1.500 Euro monatlichem Mietpreis rechnen.
Bedenke, dass du in der Regel eine Mietkaution bezahlen musst, sowie ggf. Möbel kaufen musst. Ausgaben, die vermutlich im 4-stelligen Bereich liegen.
4. Reisepass & Dokumente
Als Flugbegleiterin brauchst du natürlich einen gültigen Reisepass. Falls deiner bald abläuft: möglichst bald erneuern! Kosten: ca. 60-90 Euro. Wenn du es geschafft hast und als Flugbegleiter:in arbeitest, übernimmt diese Kosten in der Regel zukünftig deine Airline.
5. Impfungen auffrischen
Je nach Streckennetz und wohin deine Airline fliegt, können bestimmte Impfungen erforderlich sein. In der Regel übernimmt diese Kosten die Airline oder die Krankenkasse. Dennoch möchte ich es hier kurz erwähnen, um böse Überraschungen zu vermeiden, falls es einige wenige Airlines nicht übernehmen. Budget: 100-200 Euro. Später, wenn du angestellt bist, übernimmt diese Kosten definitiv die Airline.

Du hast kaum Erspartes? Deshalb solltest du dich trotzdem bewerben.
Wie du siehst, kommen einige Ausgaben auf dich zu, wenn du Flugbegleiter:in werden möchtest. Ja, das klingt paradox, denn eigentlich fängt man einen neuen Job an, um Geld zu verdienen, oder? Das wirst du auch, nach dem Grundkurs. Sprich, du gehst quasi nur in Vorleistung - für den großen Traum. Und glaub mir, es lohnt sich! Niemand wird Flugbegleiter:in, weil er reich werden möchte. Sondern weil er die Welt sehen will, sich für verschiedenen Kulturen begeistert, Menschen gerne eine Freude macht und einfach Lust auf diesen absolut genialen Lifestyle hat. ✈️
Außerdem kommen die größten Posten (Umzug, Wohnung) erst, wenn dein erstes volles Gehalt in Sicht ist.
Mein Spartipp: Halte Ausschau nach Unterkünften, die bereits möbliert sind, so fällt schon ein großer Kostenpunkt weg. Alternativ kann man sich günstige Second Hand Möbel, z.B. über Kleinanzeigen oder lokalen Facebookgruppen ausstatten.
Bist du ready for Take Off?
Oder hast du vielleicht doch noch Zweifel? Keine Sorge, genau dafür hab ich die Flugbegleiter-Checkliste erstellt. Damit findest du in wenigen Minuten heraus, ob der Flugbegleiterjob überhaupt zu dir passt. 👉🏻 Hier entlang zur 0€ Flugbegleiter-Checkliste!





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